Selbstorganisation heißt: du sagst, die anderen machen!

23 Wege, um eine (agile) Transformation an die Wand zu fahren. Weg 4: Selbstorganisation heißt: du sagst, die anderen machen!Pre­di­ge Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und mana­ge dann Indi­vi­du­en, sonst schaffst du dei­ne Posi­ti­on ab. Küm­me­re dich auf kei­nen Fall um das Umfeld.

Mache dir zunächst bewusst, war­um du Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on willst und ob du es willst und aus­hal­ten kannst. Wäh­rend es in klas­sisch hier­ar­chisch auf­ge­bau­ten Orga­ni­sa­tio­nen dar­um geht, Indi­vi­du­en zu mana­gen, geht es in der Arbeit mit selbst­or­ga­ni­sier­ten Teams aus­schließ­lich dar­um, das Umfeld zu gestal­ten – und zwar so, dass die Teams stö­rungs­frei arbei­ten kön­nen und sich rein auf das Kern­ge­schäft fokus­sie­ren kön­nen. Was heißt das?

  • Hal­te dich kon­se­quent mit dei­ner inhalt­lich, fach­li­chen Mei­nung zurück. Das Prin­zip der unsicht­ba­ren Pis­to­le (invi­si­ble gun) greift hier und meint, dass dein dir dis­zi­pli­na­risch oder hier­ar­chisch unter­ge­ord­ne­tes Team geneigt ist, dei­ne Mei­nung zu über­neh­men. Das Team besteht jedoch zum einen aus Exper­ten und zum ande­ren aus den Men­schen, die die Umset­zung ver­ant­wor­ten und mit der Ent­schei­dung leben wer­den, weil sie mit den Aus­wir­kun­gen in ihrer täg­li­chen Arbeit kon­fron­tiert sind.
  • Kom­men­tie­re Ideen und Ent­schei­dun­gen noch nicht ein­mal mit einem gut oder gefällt mir. Bewer­te nur die Ergeb­nis­se. Jede Äuße­rung beein­flusst das Team.
  • Arbei­te rein auf ergeb­nis­ori­en­tier­ter Ebe­ne, gestützt von Kenn­zah­len. Beschrei­be dei­ne Erwar­tun­gen an das Ergeb­nis, bevor das Team mit der Arbeit beginnt und las­se das Team über den Weg ent­schei­den. Hast du das Ergeb­nis anders erwar­tet oder etwas anders gemeint? Wenn das Ergeb­nis anders ist, als du es erwar­tet hast, hast du dei­ne Erwar­tun­gen man­gel­haft for­mu­liert. Sind den­noch alle von dir vor­ab genann­ten Akzep­tanz­kri­te­ri­en erfüllt, ler­ne dar­aus und nimm dir beim nächs­ten Mal vor­her mehr Zeit, dei­ne funk­tio­na­len Erwar­tun­gen an das Ergeb­nis zu for­mu­lie­ren. Ein Ping Pong um Ergeb­nis­se ist sehr frus­trie­rend für das Team, macht euch lang­sam und ist teu­er (Arbeits­zeit, ent­gan­ge­ner Umsatz, Res­sour­cen­ver­schwen­dung etc.).

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